Astrofotografie umfasst Aufnahmen von Himmelskörpern wie Mond, Planeten, Sternen und Galaxien. Sie erfordert technische Kenntnisse wie Langzeitbelichtung, hohe ISO-Werte und oft motorische Nachführung. Für Einsteiger genügen Stativ und Weitwinkelobjektiv, um beeindruckende Sternenhimmel zu fotografieren. Dunkle Orte und klare Nächte sind essenziell.
Rubrik: Fotografie-Grundlagen > 7. Genres & Motive Beitrag-ID: 7.8 Erstellt: Mai 2026
Das Wichtigste in Kürze
- Astrofotografie zeigt Himmelskörper und den Weltraum – von Mondaufnahmen bis zu fernen Galaxien
- Technisch sehr anspruchsvoll: Langzeitbelichtung, hohes ISO, oft motorische Nachführung nötig
- Für den Einstieg reicht ein Stativ und ein Weitwinkelobjektiv für beeindruckende Sternenhimmel-Fotos
Erklärung
Was ist Astrofotografie?
Astrofotografie umfasst alle Aufnahmen von Objekten außerhalb der Erde – Mond, Planeten, Sterne, Galaxien, Nebel. Sie ist ein Spezialgebiet an der Schnittstelle zwischen Fotografie und Astronomie.
Typische Motive:
- Mond (einfacher Einstieg, auch mit Tele-Objektiv)
- Sternenhimmel / Milchstraße (Weitwinkel, dunkle Orte nötig)
- Planeten (langes Tele oder Teleskop)
- Sternspuren (sehr lange Belichtung, 20–60 min)
- Galaxien und Nebel (Teleskop + Nachführung)
Technische Besonderheiten
Lichtschwäche: Sterne und Planeten sind sehr weit entfernt und lichtschwach → sehr hohe ISO-Werte (3200–12800) und offene Blende nötig.
Erdrotation: Bei langen Belichtungszeiten bewegen sich Sterne durch die Erdrotation → Striche statt Punkte. Ab ca. 15–30 Sekunden werden Sternspuren sichtbar (abhängig von Brennweite und Himmelsrichtung).
Faustregel „500-er Regel": Maximale Belichtungszeit für punktförmige Sterne (in Sekunden) = 500 ÷ Brennweite (Kleinbildäquivalent). Bei 24 mm Weitwinkel also max. ca. 20 Sekunden.
Motorische Nachführung: Für Planeten, Galaxien und Nebel braucht man eine motorisierte Montierung, die die Erddrehung ausgleicht – damit bleiben Motive während langer Belichtungen scharf.
Dunkelheit: Lichtverschmutzung in Städten macht den Sternenhimmel kaum sichtbar. Für die Milchstraße braucht man dunkle Orte (Landschaft, mind. 50 km von einer Großstadt entfernt).
Einstieg in die Astrofotografie
| Niveau | Ausrüstung | Mögliche Motive |
|---|---|---|
| Einsteiger | Kamera + Stativ + Weitwinkel | Sternenhimmel, Milchstraße, Mondaufgänge |
| Fortgeschritten | + Tele (300–600 mm) | Mond, Planeten |
| Profi | + Teleskop + Nachführung | Galaxien, Nebel, tiefe Objekte |
Praxistipp
Für den ersten Sternenhimmel: Neue Mondphase (kein Mondlicht stört), klare Nacht, dunkler Ort außerhalb der Stadt. Kamera auf Stativ, Weitwinkelobjektiv (16–24 mm), Blende f/2,8, ISO 3200, 20 Sekunden Belichtung. Der erste Milchstraßenstreifen ist garantiert beeindruckend – auch ohne teure Spezialausrüstung.