Porträtfotografie fokussiert Menschen als Hauptmotiv und zielt darauf ab, Charakter, Wesenszüge oder Stimmungen darzustellen. Subgenres sind unter anderem Kinder-, Hochzeits-, Mode- und Aktfotografie. Technisch empfiehlt sich eine Brennweite von 85–135 mm, Blendenöffnung f/1,8–f/4, weiches Licht und unscharfer Hintergrund. Rechtlich schützt das Recht am eigenen Bild vor ungewollter Veröffentlichung. Authentische Momente entstehen oft, wenn Personen nicht posieren.
Rubrik: Fotografie-Grundlagen > 7. Genres & Motive Beitrag-ID: 7.3 Erstellt: Mai 2026
Das Wichtigste in Kürze
- Porträtfotografie hat Menschen als Hauptmotiv – ihr Ziel ist es, die Wesenszüge, den Charakter oder einen Gemütszustand einer Person darzustellen
- Untergenres reichen von Kinder- und Hochzeitsfotografie bis zur Aktfotografie
- Im weiteren Sinne umfasst Porträtfotografie auch Tiere (Tier-Porträt)
Erklärung
Was ist Porträtfotografie?
Im klassischen Sinne hat die Porträtfotografie Menschen als Hauptgegenstand. Ziel ist es, Wesenszüge, Charakter oder Stimmung einer Person herauszuarbeiten – nicht nur eine technisch korrekte Abbildung zu liefern.
Subgenres der Porträtfotografie:
- Kinderfotografie – Kinder auf Augenhöhe, im Alltag, spielend und natürlich
- Hochzeitsfotografie – dokumentarisch und gestellt, hoher Zeitdruck, oft unwiederholbar
- Modefotografie – Kleidung und Styling im Vordergrund; Grenzbereich zwischen Porträt und Sachfotografie
- Bühnenfotografie / Theaterfotografie – Menschen in Aufführungssituationen
- Aktfotografie – Schwerpunkt auf dem menschlichen Körper (nicht auf Charakter)
- Eventfotografie / Konzertfotografie – Menschen bei Veranstaltungen
Technische Grundlagen (kurze Zusammenfassung)
→ Ausführliche Tipps: Beitrag 4.13
- Optimale Brennweite: 85–135 mm (natürliche Proportionen, flattiert Gesichtszüge)
- Blende: f/1,8–f/4 für Bokeh und freigestelltes Motiv
- Licht: weiches, diffuses Licht (Schatten, bewölkter Himmel, indirekter Blitz)
- Hintergrund: unauffällig, unscharf
- Perspektive: Augenhöhe der fotografierten Person
Rechtliche Besonderheiten
Porträtfotografie ist rechtlich besonders sensibel – das Recht am eigenen Bild (§ 22 KUG) schützt Personen vor ungewollter Veröffentlichung ihrer Bilder. → Details: Beitrag 9.2
Praxistipp
Das stärkste Porträt entsteht oft, wenn die fotografierte Person nicht posiert – wenn sie lacht, erzählt oder sich auf etwas anderes konzentriert. Viele Bilder machen und abwarten bis die Person die Kamera „vergisst" – authentische Momente entstehen selten beim ersten Auslösen.