Makrofotografie bezeichnet extreme Nahaufnahmen mit starker Vergrößerung ab einem Abbildungsmaßstab von 1:10, meist 1:1. Typische Motive sind Insekten, Blüten, Moos oder Alltagsobjekte. Mikrofotografie beginnt bei Motiven, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind und erfordert spezielle Ausrüstung. Ein einfacher Einstieg ist die „Reverse Lens“-Methode mit umgekehrtem Objektiv.
Rubrik: Fotografie-Grundlagen > 7. Genres & Motive Beitrag-ID: 7.6 Erstellt: Mai 2026
Das Wichtigste in Kürze
- Makrofotografie zeigt kleine Motive stark vergrößert – bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1 erscheint das Motiv auf dem Sensor genauso groß wie in der Realität
- Typische Motive: Insekten, Blüten, Wassertropfen, technische Details
- Abgrenzung: Mikrofotografie beginnt bei Motiven, die mit bloßem Auge nicht mehr erkennbar sind
Erklärung
Was ist Makrofotografie?
Makrofotografie (auch Nahfotografie) bezeichnet extreme Nahaufnahmen mit starker Vergrößerung. Per Definition beginnt Makrofotografie bei einem Abbildungsmaßstab von 1:10 (DIN-Norm), in der Praxis versteht man darunter meist Aufnahmen ab 1:1 (Motiv auf dem Sensor genauso groß wie in der Realität).
Typische Motive:
- Insekten: Bienen, Libellen, Käfer, Schmetterlinge
- Botanik: Blütenblätter, Pollen, Tautropfen auf Blättern
- Naturobjekte: Moos, Pilze, Kristalle, Schneeflöcken
- Alltagsobjekte: Münzen, Schmuck, Elektronik, Textilstrukturen
Abgrenzung Mikrofotografie: Bei Motiven, die mit bloßem Auge nicht mehr erkennbar sind, spricht man von Mikrofotografie – diese erfordert Mikroskopvorsätze oder spezielle Kameramikroskope.
→ Ausführliche Tipps und Ausrüstungsempfehlungen: Beitrag 4.15
Praxistipp
Einstieg ohne teures Equipment: „Reverse Lens" Methode – ein normales Objektiv umgekehrt vor die Kamera halten (oder mit einem preiswerten Umkehradapter montieren). Damit lassen sich Abbildungsmaßstäbe von 1:1 und mehr erreichen. Kein Autofokus, aber für erste Makroversuche überraschend gut geeignet.