Fotografie bedeutet „mit Licht malen“ und bezeichnet sowohl das Verfahren der Bildaufnahme als auch das fertige Foto. Ein Foto ist ein zweidimensionales Abbild eines dreidimensionalen Moments, das bereits vergangen ist. Es entsteht durch Licht, das auf einen Film oder Sensor fällt, und ist kein perfektes Abbild der Realität, da Kamera und Technik das Ergebnis beeinflussen.
Das Wichtigste in Kürze
- „Fotografie" stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich „mit Licht malen"
- Der Begriff hat zwei Bedeutungen: das Verfahren (Fotos aufnehmen) und das Ergebnis (das fertige Foto)
- Ein Foto ist immer ein zweidimensionales Abbild eines dreidimensionalen Moments – und damit bereits Vergangenheit, sobald es aufgenommen wurde
Erklärung
Das Wort Fotografie (auch: Photographie) setzt sich aus den griechischen Wörtern photos (= Licht) und graphein (= malen, zeichnen) zusammen – also sinngemäß: „mit Licht malen".
Der Begriff wird in zwei Bedeutungen verwendet:
- Das Verfahren: Die Fotografie als physikalisch-künstliche Technik, mit der Abbilder der Umgebung erstellt werden.
- Das Ergebnis: Das fertige, dauerhaft gespeicherte Bild – also das Foto selbst.
Synonyme für ein Foto sind: Aufnahme, Bild, Lichtbild oder – in der analogen Fotografie – Abzug (nach der chemischen Entwicklung aus dem Film).
Wie entsteht ein Foto?
Bei jeder Aufnahme fällt Licht durch das Objektiv der Kamera auf einen lichtempfindlichen Träger:
- bei der analogen Fotografie auf einen chemischen Film
- bei der digitalen Fotografie auf einen elektronischen Bildsensor
Das Ergebnis ist eine Projektion des dreidimensionalen Raums auf eine zweidimensionale Fläche – gemittelt über den kurzen Zeitraum der Belichtung. Jedes Foto zeigt damit einen bereits vergangenen Moment.
Fotografie ist kein perfektes Abbild der Realität
Auch wenn Fotos oft als „reale Abbilder" bezeichnet werden, sind sie es streng genommen nicht. Kamera, Objektiv, Licht und Aufnahmetechnik beeinflussen das Ergebnis entscheidend. Hinzu kommen unvermeidliche Bildartefakte wie Farbstiche, Bildrauschen oder Verzerrungen. Das Werkzeug ist immer Teil des Ergebnisses.
Praxistipp
Den Begriff „Fotografie" trifft man in der Praxis in zwei Schreibweisen: Fotografie (eingedeutscht) und Photographie (klassisch, aus dem Griechischen). Beide sind korrekt – in modernen deutschsprachigen Texten überwiegt die eingedeutschte Form.