TIFF ist ein verlustfreies Bildformat, ideal für professionellen Druck und Archivierung. Es speichert Bilder ohne Qualitätsverlust, unterstützt hohe Farbtiefen und CMYK-Farben. TIFF-Dateien sind groß und weniger für Web geeignet, aber Standard in Verlagen und Druckereien. Es wird oft als Zwischenformat in der Bildbearbeitung genutzt. Alle gängigen Bildbearbeitungsprogramme unterstützen TIFF.
Rubrik: Fotografie-Grundlagen > 6. Fotoformate & Dateien Beitrag-ID: 6.4 Erstellt: Mai 2026
Das Wichtigste in Kürze
- TIFF (Tagged Image File Format) ist ein verlustfreies Bildformat – ideal für professionellen Druck und Archivierung
- TIFF-Dateien sind deutlich größer als JPEG, aber ohne Qualitätsverlust – alle Bildinformationen bleiben erhalten
- Im Alltag für Fotografen weniger relevant als RAW oder JPEG, aber im Verlagswesen und Druckgewerbe der Standard
Erklärung
Was ist TIFF?
TIFF (Dateiendung: .tif oder .tiff) ist ein Bildformat das Bilddaten verlustfrei oder mit verlustfreier Komprimierung speichert. Anders als JPEG gehen beim Speichern keine Bildinformationen verloren – das Bild kann beliebig oft geöffnet, bearbeitet und wieder gespeichert werden, ohne dass die Qualität leidet.
TIFF unterstützt verschiedene Farbtiefen (8, 16 oder 32 Bit pro Kanal) und kann sowohl RGB- als auch CMYK-Farben speichern – was es für professionelle Druckprozesse besonders geeignet macht.
TIFF vs. JPEG vs. RAW
| Eigenschaft | TIFF | JPEG | RAW |
|---|---|---|---|
| Komprimierung | Verlustfrei (oder keine) | Verlustbehaftet | Verlustfrei |
| Qualitätsverlust beim Speichern | Keiner | Ja (jedes Mal) | Keiner |
| Farbtiefe | 8, 16 oder 32 Bit | 8 Bit | 12–16 Bit |
| Dateigröße | Sehr groß | Klein | Groß |
| Sofort verwendbar | Ja | Ja | Nein (Konvertierung) |
| CMYK-Unterstützung | Ja | Eingeschränkt | Nein |
| Typischer Einsatz | Druck, Archiv | Web, Alltag | Nachbearbeitung |
Wann wird TIFF verwendet?
Professioneller Druck und Verlagswesen: TIFF ist der Standard in Druckereien und Verlagen, weil es die höchste Bildqualität ohne Komprimierungsartefakte liefert und CMYK unterstützt. Buchcover, Magazinseiten, Werbeplakate – überall dort, wo höchste Qualität zählt.
Archivierung: Wer Fotos langfristig ohne Qualitätsverlust archivieren möchte, kann TIFF als Archivformat verwenden. Allerdings ist RAW hier oft die bessere Wahl, da es die ursprünglichen Sensordaten enthält.
Zwischenspeicher bei der Bildbearbeitung: Wenn ein Bild in mehreren Schritten bearbeitet wird und dabei keine Qualitätsverluste entstehen sollen, bietet sich TIFF als Zwischenformat an – bevor am Ende als JPEG exportiert wird.
Nachteile von TIFF
- Sehr große Dateien: Ein 12-MP-TIFF (16 Bit) kann 70–100 MB groß sein
- Nicht für Web geeignet: Browser können TIFF zwar anzeigen, aber Social-Media-Plattformen und die meisten Web-Dienste akzeptieren es nicht
- Langsames Laden: Bei großen Dateien kann das Öffnen und Speichern länger dauern
- Kein Standard in Digitalkameras: Die meisten Kameras bieten nur JPEG und RAW an – TIFF ist selten direkt aus der Kamera verfügbar
TIFF und Bildbearbeitungssoftware
Alle professionellen Bildbearbeitungsprogramme (Photoshop, Lightroom, GIMP, Affinity Photo) unterstützen TIFF vollständig. Beim Export aus Lightroom oder Photoshop kann man direkt in TIFF (8 oder 16 Bit) speichern – ideal als Ausgabeformat für Druckdienstleister.
Praxistipp
Für die Übergabe an eine Druckerei oder ein Verlags-Layout: TIFF in CMYK, 300 dpi, 8 oder 16 Bit ist meist der gefragte Standard. Bevor man eine Datei an einen Dienstleister schickt, lohnt sich ein kurzer Blick in deren technische Spezifikationen – viele moderne Druckereien akzeptieren auch hochwertige JPEG-Dateien (Qualität 95–100 %), was die Dateigröße erheblich reduziert ohne sichtbaren Qualitätsverlust.